Zum Inhalt
Zurück
Political Communications

Buchpräsentation POLITIKNAVI

Kommunikation braucht Respekt und Verantwortung

Wolfgang Rosam und Silvia Grünberger präsentieren gemeinsam mit dem Zweiten Nationalratspräsidenten POLITIKNAVI im Parlament.

 

Wien, 8. April 2014 Hochrangige WirtschaftsvertreterInnen diskutierten auf Einladung der Kommunikationsexperten Wolfgang Rosam und Silvia Grünberger (ehem. Nationalratsabgeordnete) und des Zweiten Nationalratspräsidenten Karlheinz Kopf im Palais Epstein des österreichischen Parlaments über das Wahrnehmen von Verantwortung in einer zunehmend individualisierten Gesellschaft. „Die Gestaltung von Demokratie und Gesellschaft wäre ohne Verantwortung für das Gemeinwohl nicht möglich“, sind sich Rosam, Grünberger und Kopf einig. Durch die Mediatisierung unserer Gesellschaft und die daraus folgenden Phänomene wie die permanente Skandalisierung und die allgemeine Erregungskultur werde das Wahrnehmen von Verantwortung jedoch für einzelne Personen wie auch für die Gemeinschaft – sowohl im Krisen- als auch im Erfolgsfall – zunehmend schwieriger.

Die UEFA habe bei ihren Champions-League-Fußballspielen eine wunderbare Initiative mit dem Titel „Respekt“ laufen. „Respekt steht über allem! Wer respektiert, hat kein Problem mit Rassismus, Migration oder sonstigen Vorurteilen. Wer respektiert, ist auch dialogfähig und dementsprechend konstruktiv. Daher ist unser Credo: Auch unsere Politik verdient wieder mehr Respekt! Wer mehr Respekt genießt, kann bessere Qualität liefern, wird auf mehr Interesse stoßen und wird in der Lage sein, Vertrauen aufzubauen“, sind Wolfgang Rosam und Silvia Grünberger überzeugt. Alle diese Attribute bräuchten wir dringend für eine „neue Stimmung in unserem Land“!

Der deutsche Politikberater Univ.-Prof. Dr. Paul Nolte formulierte angesichts der „komplizierten Konstellation von Gesellschaft und Politik“ in seiner Keynote-Speech sechs Ansatzpunkte. Erstens: „Keine Angst vor Veränderung!“ Zweitens: „Am Wandel teilhaben!“ Drittens: „Kommuniziert miteinander, vernetzt euch und seid dabei verlässlich statt flüchtig!“ Viertens: „Das Mitmachen will gelernt sein, und dabei können Jung und Alt voneinander lernen.“ Wobei es angesichts des demokratischen Wandels fast wichtiger zu sein scheint, an die „vorbehaltlose Einbeziehung der jüngeren Generation“ zu erinnern. Fünftens: „Streitkultur statt Konsens: Eine politische Kultur des Engagements braucht klare Positionen, und sie braucht den offenen Streit über unterschiedliche Ansichten und Lösungswege.“ Sechstens: „Politik sollte mit Lust, mit Freude, mit Begeisterung gestaltet werden!“

Im Austausch mit Politik und Behörden brauche es genauso wie beim Navigationssystem mittels GPS klare AdressatInnen und Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen. In diesem Sinne präsentierten Wolfgang Rosam und Silvia Grünberger im Rahmen der Veranstaltung auch das erste POLITIKNAVI. Das Buch ist ein Wegweiser durch die heimische Landschaft politischer Entscheidungsträger, Interessenvertreter und auch Medien. Von der Bundesregierung zum Parlament bis hin zu Landesregierungen, Wirtschaftskammern, Arbeiterkammern etc. bildet diese Publikation – in gedruckter Form oder elektronisch als App – das „Who is Who“ der heimischen Politik ab. Mit redaktionellen Beiträgen über die Gesetzwerdung, das Wesen von Ausschüssen oder die neuen Compliance-Regeln soll es hilfreich für die tägliche Zusammenarbeit sein.

„Als Kommunikationsagentur, die zwischen Wirtschaft auf der einen Seite und Politik und Medien auf der anderen Seite eine konstruktive Brückenfunktion ausüben möchte, sehen wir dieses Werk als einen kleinen Beitrag für ein besseres gegenseitiges Verständnis“, so Rosam und Grünberger abschließend.

Hier finden Sie die Keynote-Speech von Univ.-Prof. Dr. Paul Nolte

Univ.-Prof. Dr. Paul Nolte

Univ.-Prof. Dr. Paul Nolte bei seiner Rede in Wien.